Die indische Polizei hat Mitglieder sogenannter OTP-Farming-Netzwerke festgenommen. Die Netzwerke nutzten indische SIM-Karten, teils mit gestohlenen oder missbrauchten Ausweisdokumenten aktiviert, um Einmalpasswörter zu empfangen und an kriminelle Gruppen im Ausland zu verkaufen.
Laut Bericht hat die Cyberpolizei von Mumbai drei Männer festgenommen. Sichergestellt wurden 669 aktive SIM-Karten und 100 Mobiltelefone. Die Codes sollen über Telegram für rund 13 US-Dollar pro Code an Auftraggeber in Kambodscha verkauft und in Tether (USDT) bezahlt worden sein. In einem separaten Fall in Ahmedabad soll ein Netzwerk, das in 26 Bundesstaaten aktiv war, in fünf Jahren rund 21.000 OTP-Codes verkauft haben.
Für den Markt der virtuellen Telefonnummern zeigt der Fall, wie SIM-basierte Verifizierung im großen Stil missbraucht wird. Der Bericht beschreibt die Festnahmen, nennt aber keinen Anbieter virtueller Nummern.